Der Naturkindergarten Rieseby e.V. bietet seinen Kindern im Rahmen seiner Möglichkeiten eine optimale Förderung, um ihnen die besten Startvoraussetzungen zu gewährleisten.

Aus diesem Grund hat der Waldkindergarten schon vor Jahren das „Dortmunder Entwicklungsscreening“ (s. „Unsere Kinder“) und das „Wuppi-Programm“ (s. „Schulfähigkeit“) in seinen Kindergartenalltag integriert; 2015 sind schließlich die Förderprogramme „JolinchenKids“ und „Haus der kleinen Forscher“ hinzugekommen.

„JolinchenKids“

ist ein Gesundheitsförderungsprogramm der AOK für KiTas mit Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, das Teil der Initiative „Gesunde Kinder – gesunde Zukunft“ ist. Das ganzheitliche Programm berücksichtigt die wesentlichen Bereiche eines gesunden Lebensstils. Denn eine ausgewogene Ernährung, eine gute körperliche Leistungsfähigkeit sowie die Fähigkeit, unangenehme Situationen zu bewältigen, sind wichtige Schutzfaktoren für ein gesundes Aufwachsen. Da in der Kindheit erworbene Gewohnheiten und Verhaltensweisen mit in das Erwachsenenalter übernommen werden, gibt es in der KiTa und im Familienalltag eine große Chance, diese Schutzfaktoren zu fördern. Denn wer schon von Kindesbeinen an gesundheitsförderndes Verhalten praktiziert und es im Alltag erfahren hat, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit auch im Erwachsenenalter beibehalten und davon profitieren.

Im Vordergrund von JolinchenKids stehen Spaß, spielerisches Lernen und gemeinsames Erleben. Zur Vermittlung des Themas Gesundheit wird die Sprach- und Bilderwelt der Entdeckungsreise genutzt. Jolinchen, das kleine Drachenkind, nimmt die Kinder mit in das Gesund-und-lecker-Land, in den Fitmach-Dschungel und auf die Insel „Fühl mich gut“. So erleben die KiTa-Kinder und Jolinchen gemeinsam spannende Abenteuer und probieren viel Neues aus. Sie entdecken gesundes Essen, das lecker schmeckt, kommen in Bewegung, erkennen ihre Stärken und spüren: Ich bin ein tolles KiTa-Kind! (Textauszüge: „Gesundheit als Entdeckungsreise“, Flyer der AOK Gesundheitskasse)

„Haus der kleinen Forscher“

ist eine gemeinnützige Stiftung und mittlerweile die größte Frühbildungsinitiative Deutschlands, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Sie unterstützt pädagogische Fach- und Lehrkräfte dabei, den Forschergeist von Mädchen und Jungen im KiTa- und Grundschulalter qualifiziert zu begleiten. Denn in unserer technologieorientierten Gesellschaft wächst die Bedeutung der naturwissenschaftlichen und technischen (Früh-)Bildung. So ist es das erklärte Ziel der Stiftung, die alltägliche Begegnung mit Naturwissenschaften, Mathematik und Technik dauerhaft und nachhaltig in KiTas und Grundschulen zu verankern.

Naturwissenschaftliche Phänomene sind Teil der Erfahrungswelt von Kindern: Morgens klingelt der Wecker, die Zahncreme schäumt beim Zähneputzen, das Radio spielt Musik, der heiße Kakao dampft in der Tasse, auf dem Weg zur Kita werden blühende Blumen beobachtet, die gestern noch geschlossen waren. Kinder wollen ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes „begreifen“ und mehr über Naturphänomene erfahren. Diese vielfältigen Anlässe im Alltag der Kinder lassen sich auch für die pädagogische Arbeit nutzen. Denn Kinder sind erfahrungsgemäß leidenschaftliche Forscher: Ob Experimente mit Wasser, Experimente mit Luft, Licht, Farben und Sehen, Forschen mit Magneten, Klänge und Geräusche, Versuche zu Chemie, Sprudelgas, Strom und Energie oder Zahlen und Formen – alles interessiert sie und bietet viele spannende Möglichkeiten zum Experimentieren und Erforschen.

Es geht der Stiftung vor allem um Lernfreude und Problemlösekompetenzen. Dabei sollen Kinder gerade nicht nach Erwachsenenverständnis „richtige“ Erklärungen für bestimmte Phänomene lernen und diese auf Abruf wiedergeben können. Vielmehr sollen die Kinder bei einem forschenden Entdeckungsprozess, der sich von seiner Vorgehensweise her an den Naturwissenschaften orientiert, begleitet werden. Dazu gehören u.a. das Beobachten, Vergleichen und Kategorisieren, das sich Kinder zunutze machen, um die Welt um sich herum zu erkunden.
(Textauszüge und Bilder: Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ sowie Bundesverband Deutscher Stiftungen)